Das Dokumentationszentrum am Reichsparteitagsgelände in Nürnberg und "DoKuPäd", Pädagogik rund um das Dokumentationszentrum waren am 20. November das Ziel einer ganztägigen Exkursion der beiden Unterkurse aus Reichenbach und Tegernheim. Inhaltlich war es das Ziel, sich Gewißheit zu verschaffen über ein Menschenbild, das Menschen mit Beeinträchtigung als gleichberechtigte Bürger anerkennt. Dass diese Menschen in der NS-Zeit als "Ballastexistenzen" das Lebensrecht abgesprochen wurde und in der sog. T4-Aktion massenhaft vernichtet wurden (allein aus Reichenbach wurden über 400 Menschen getötet), ist ja allgemein bekannt. Neu war für die Schülerinnen und Schüler, dass auch im 21. Jahrhundert die Frage nach einem positiven Menschenbild aktuell ist. Dies wurde im Seminar an Fragen der Pränataldiagnistik, der Spätabtreibungen bei Menschen mit Beeinträchtigung und der Frage nach der Selbsttötung bei unheilbarer Krankheit deutlich.

Sehr beeindruckt waren die Unterkursler auch von der Führung durch die Ausstellung "Faszination und Gewalt" im Dokumentationszentrum. Immer wieder stellte sich ihnen die Frage, wie eine derart menschenverachtende Ideologie die Menschen der damaligen Zeit so faszinieren konnte.